Zentralatoemchen
10. Türchen

"Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die Anderen erst einmal reden." (John F. Kennedy)

Diejenigen, die sich eher zu der theoretischen Fraktion zählen, wissen, was gemeint ist. Manchmal ist es schlau, statt große Reden zu schwingen direkt Taten sprechen zu lassen, bevor es zu spät ist, oder ein anderer schneller war und den Zuschlag für ein brillantes Geschäft bekommen hat.
10.12.08 01:14


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9. Türchen

"Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen." (Georg Christoph Lichtenberg)

Sonnenaufgänge sind das schönste Naturschauspiel, was wir täglich sehen können. Die Betonung liegt auf können, denn wer macht es denn noch bewusst?
Sowieso habe ich das Gefühl, dass wir unser Sichtfeld selber so dermaßen einschränken, dass wir viele schöne Dinge nicht mehr wahrnehmen. Oft denken wir dann, dass uns etwas fehlt, weil wir mit Scheuklappen durch die Welt rennen und nicht sehen, das es links und rechts schon lange nebenher läuft. Auch Konstanten in unserem Leben sollten wir die Beachtung schenken, die sie bekommen würden, wenn sie zeitlich begrenzt oder sogar einzigartig wären.
9.12.08 00:13


8. Türchen

"Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." (Marcus Aurelius)
Jeder hat sich schon über Dinge geärgert, die nicht (mehr) zu ändern sind. Über verpasste Momente, über eigene Dummheiten, über die Nachbarn, über das Wetter. Aber es macht die Sache nicht besser. Vielmehr bringt man sie sich selber immer wieder in Erinnerung und jedes Mal empfindet man den Ärger als schlimmer wie beim letzten Mal.
Besser ist es, Abstand zu den Dingen zu nehmen, die einen immer wieder aufregen und in Rage bringen können und einfach nicht zu ändern sind. Besser ist es, kommende Gelegenheiten zu nutzen und sich darauf zu freuen. Wenn die Welt unser Ärger nicht kümmert, warum sollte er uns dann kümmern?
8.12.08 00:37


7. Türchen

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können“ (Friedrich Nietzsche)

Struktur und Ordnung sind für viele Menschen das Fundament des Lebens. Alles genau geplant, jeder Schritt bis ins letzte Detail organisiert und zur Perfektion gebracht. Keine bösen Überraschungen.
Aber es sind doch mehr die Chaoten, die die Überraschungen des Lebens lieben, sie als Herausforderung sehen und immer instinktiv wissen, was sie zu tun haben, die es immer wieder schaffen, in jeder Situation das Positive zu sehen und in allem Negativen einen Sinn zu finden.
Das gesellschaftliche Leben unterwirft uns so vielen Ordnungen und Gesetzen, dass wir doch darauf achten sollten, das bisschen Chaos in uns zu erhalten, um die Schönheit der Spontanität kennenzulernen, um die verführerische Laune unvorhergesehener Momente zu erleben, um eben diesen tanzenden Stern zu gebären.
7.12.08 00:24


6. Türchen

„Stärke entspringt nicht aus physischer Kraft - sondern aus einem unbeugsamen Willen.“ (Mahatma Gandhi)

Wer hat nicht schon einmal versucht, mit Muskeln etwas zu erreichen und ist am Ende kläglich gescheitert? Die eigentliche Kraftquelle ist unser eigener Wille. Es geht nicht immer darum, alles sofort umzusetzen, sondern sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. Es geht auch nicht darum, mit dem Kopf durch die Wand rennen zu wollen, sondern vielmehr darum, intensiv und mit System den Schlüssel zu suchen, der die Tür zum Ziel aufsperrt.
6.12.08 01:05


5. Türchen

"Das Glück wohnt nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glücksgefühl ist in der Seele zu Hause." (Demokrit)

Prinzipiell kennen wir alle den Satz >Geld allein macht nicht glücklich< und jeder zweite antwortet darauf >aber es beruhigt<. Viel mehr steckt jedoch dahinter und das beschreibt Demokrit ganz treffend im zweiten Teil dieser Aussage. Das Glücksgefühl wohnt in der Seele, denn nur an einem unbeschreiblichen Ort kann sich etwas Unbeschreibliches wohlfühlen. Glück ist nicht da, wo wir es visualisieren können, sondern nur wahrnehmbar für diejenigen, die leise in sich hinein fühlen und der lauten Welt für ein paar Augenblicke entfliehen.
5.12.08 01:04


4. Türchen

„Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen. “ (Vincent van Gogh)

Oft ist es ratsam, über den Tellerrand zu schauen und seine vorgefertigte Meinung zu überdenken. Nicht selten ist es mir passiert, dass ich zu schnell ein Urteil gefällt habe, mich dabei erwischen musste, wie ich die Aussagen von Dritten ungeprüft übernommen habe, oder einfach nur zu dumm war, die Dinge von einer anderen Seite zu betrachten.
Van Gogh konnte, diesem Zitat zur Folge, anscheinend nicht nur mit Pinsel und Farbe ein Bild malen, sondern hatte auch die Gabe, die Realität methaphorisch in einem Satz einzufangen.
Es ist nur menschlich, dass wir in unserer Beschränktheit in gewisse Verhaltensmuster fallen, doch müssen wir uns bewusst machen, dass uns möglicherweise die Antwort auf manche Frage schon mehrfach begegnet ist und wir sie einfach nicht wahrnehmen konnten, weil der eigene Horizont definitiv erweiterungsfähig wäre.
4.12.08 00:12


3. Türchen

„Wer einsam ist, der hat es gut, weil keiner da ist, der ihm was tut.“ (Wilhelm Busch)

Schon oft bin ich Menschen begegnet, die es vorziehen, sich (emotional) abzuschotten. Es ist vermutlich der einzige sichere Weg, den man gehen kann, ohne Gefahr zu laufen von anderen verletzt zu werden. Soweit hat Wilhelm Busch recht mit dem, was er einmal gesagt hat.
Ohne Zweifel ist es zuweilen schön, sich von dem hektischen Treiben der Welt, dem Konkurrenzverhalten der menschlichen Spezies und den vielen Gemeinheiten zu distanzieren, nur sollte man darauf achten, auch dies in Maßen zu halten.
Denn die schönen Dinge im Leben begegnen einem nicht in der Abgeschiedenheit. Ein paar nette Worte, eine liebe Umarmung oder einfach nur ein Lächeln kann nur bei einem ankommen, wenn man bereit ist, es zu hören, zu sehen, zu fühlen. Und so hat Wilhelm Busch vielleicht doch nicht ganz so recht mit seiner Aussage, es gut zu haben, wenn keiner da ist, der einem etwas (gutes) tut.
3.12.08 00:59


2. Türchen

"Wo Worte selten, haben sie Gewicht." (William Shakespeare)

Wer kennt es nicht? Ein sprudelnder Wasserfall von aneinandergereihten Sätzen – und am Ende hat man vergessen, was der Gesprächspartner am Anfang gesagt hat. Trifft man aber auf einen der Spezies „schweigsamer Mensch“, so bleiben die wenigen Buchstaben haften.
Wer zu letzterem tendiert, sollte sich seine Worte gut überlegen, immer in dem Bewusstsein, ernst und wichtig genommen zu werden.
2.12.08 00:47


1. Türchen

"Nur wer seine eigene Melodie hat, darf auf die Welt pfeifen." (Ernest Hemingway)

Was steckt hinter dieser Aussage von Hemingway? Ich glaube, die Frage ist leicht zu beantworten. Solange man nicht sicher ist, welchen Weg man einschlagen möchte, um an ein gestecktes Ziel zu gelangen, darf man nicht den Fehler machen, andere Pilger wegen eines vermeintlichen Umweges auszulachen. Möglicherweise erkennt man schon morgen, dass es sinnvoll ist, sich anzuschließen.
1.12.08 13:10


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